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Achtung! Sehr aktuell!
Wir verweisen dringend auf die FVA-Waldschutz-Info 1/2017 zur aktuellen Borkenkäfer-Situation 

Nähere Informationen können Sie anklicken unter "Links und dann Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden Würtemberg"

 

Mai 2017 

Mitgliederversammlung der FBG Vorderer Hotzenwald

Protokoll der Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Vorderer Hotzenwald am 22. Mai 2017 im Schmiedledick-Saal in Hänner

Beginn:           20:10 Uhr

Ende:               22:15 Uhr

Teilnehmer:    70 Mitglieder

                        1. Vorsitzender Adrian Schmidle

                        Geschäftsführer Reiner Hegar

                        2. Vorsitzender Denis Schimak

 Bürgermeister Dietmar Zäpernick, Rickenbach, und Thomas Kaiser, Häusern sowie FBG Vorsitzende Herr Walde von Weilheim

                        Leiter Untere Forstbehörde Landkreis Waldshut, Helge von Gilsa

                        Leiter Forstbezirk West Bernhard Schirmer

                        Steuerberater Hannes Probst           

                        Leiter Holzverkaufsstelle Stühlingen Norbert Schwarz

                        Büroleiter Ingo Rothe

                        Revierleiter Mäntele, Gebhardt, Fiedel, Freidel, Hieke, Trainee Herr Nägele

Entschuldigt fehlen: Frau Ute Macht, FBG-Geschäftsstelle und RL Walz

Pressevertreter: Reinhard Herbrig für den Südkurier und die Badische Zeitung

                  

Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Adrian Schmidle

Begrüßung der Mitglieder, der forstlichen Vertreter, der Repräsentanten der Kommunalpolitik sowie der Presse durch den 1. Vorsitzenden Adrian Schmidle. Nach einer kurzen Erörterung der vorgesehenen Tagesordnungspunkte geht der 1. Vorsitzende auf die zu erwartenden Auswirkungen des durch das Land Baden-Württemberg vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verlorenen Prozesses im Rahmen des Kartellverfahrens ein. Ferner berichtet er über die bisher erzielten Ergebnisse der auf Landkreisebene eingerichteten Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der Gründung einer Waldgenossenschaft.

Bericht des Geschäftsführers Reiner Hegar

trotz der auf Grund des Kartellverfahrens vorherrschenden Ungewissheit konnte die FBG Vorderer Hotzenwald im Wirtschaftsjahr 2016 erneut ein positives Ergebnis erzielen. Der Holzverkauf bewegte sich auf konstant hohem Niveau und die Zahl der Mitglieder nahm weiter zu. Die Abwicklung des Holzverkaufs über die Holzverkaufsstelle Stühlingen und die Auszahlung der Erlöse an die Mitglieder erfolgte reibungslos und zügig. Von den strukturellen Veränderungen innerhalb der Forstverwaltung haben die Mitglieder der FBG bisher wenig zu spüren bekommen. Der Geschäftsführer dankt an dieser Stelle seiner Mitarbeiterin, Frau Macht, dem 1. und 2. Vorsitzenden, dem Kreisforstamt, der Holzverkaufsstelle Stühlingen sowie den Revierleitern für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der Zusammenschluss der FBG Vorderer Hotzenwald mit vier weiteren Forstbetriebsgemeinschaften hat sich bewährt und bildet nun eine ideale Grundlage für die Gründung einer Waldgenossenschaft.

Bericht des Steuerberaters Hannes Probst

Gemäß dem Bericht des Steuerberaters hat die FBG Vorderer Hotzenwald das Geschäftsjahr 2016 mit einem guten Ergebnis und einer soliden schwarzen Null abgeschlossen. Der Gesamtumsatz belief sich auf rund 2,9 Mio EUR, wovon rund 1,6 Mio EUR auf die FBG Vorderer Hotzenwald entfielen. Die Gesamtkosten zur Ausübung des operativen Geschäftes beliefen sich auf rund 48.000 EUR, der Reingewinn   auf rund 1.200 EUR. Der Steuerberater hebt an dieser Stelle hervor, dass dieser Wert ein Indikator dafür ist, dass in 2016 erneut sehr gut gewirtschaftet wurde und die FBG Vorderer Hotzenwald kostentechnisch sehr gut dasteht. Die Eigenkapitalquote liegt bei rund 78.000 EUR.

Entlastung des Vorstandes durch BM Thomas Kaiser

BM Thomas Kaiser beantragt die Entlastung des Vorstandes. Diesem Antrag kommen die Mitglieder einstimmig nach.

Neuwahl des 1. Vorsitzenden sowie des Geschäftsführe

BM Zäpernick übernimmt temporär den Vorsitz zur Durchführung der erforderlichen Wahl des 1. Vorsitzenden sowie des Geschäftsführers.

Auf Nachfrage werden keine weiteren Kandidaten zur Wahl vorgeschlagen. Die Wahl erfolgt auf Wunsch der Mitglieder offen und sowohl der 1. Vorsitzende als auch der Geschäftsführer werden einstimmig gewählt. Beide nehmen die Wahl an.

Haushaltsplan 2017

Der Geschäftsführer stellt den Entwurf des Haushaltsplans 2017 vor. Ziel ist es, erneut eine schwarze Null zu erwirtschaften. Der Haushaltsplan sieht den Verkauf von rund 33.000 Fm Holz vor. Die daraus zu generierenden Einnahmen in Höhe von rund 52.800 EUR decken die zu erwartenden Ausgaben in Höhe von rund 48.000 EUR.
Der Haushaltsplan wird von den Mitgliedern einstimmig verabschiedet.

 

Präsentation des Leiters der Unteren Forstbehörde des Landkreises Waldshut, Helge von Gilsa, zur „Zukunft im Schatten des Kartellverfahrens – von der Machbarkeitsstudie zur Umsetzung“

Herr von Gilsa präsentiert den aktuellen Stand der Umsetzung der durch das Kartellverfahren zwingend durchzuführenden Änderungen. Er betont hierbei, dass die FBG Vorderer Hotzenwald der Zeit voraus sei und Modellcharakter für das landkreisweite Vorgehen besitze. In diesem Zusammenhang dankt er besonderes dem Geschäftsführer der FBG Vorderer Hotzenwald, Herrn Reiner Hegar, für dessen Engagement.

Bericht des Leiters der Holzverkaufsstelle Stühlingen, Norbert Schwarz 

Der Leiter der Holzverkaufsstelle Stühlingen berichtet über deren Arbeit. In 2016 wurden rund 4000 Verkaufseinheiten abgewickelt. Dies entspricht rund 4000 Rechnungen mit einer durchschnittlichen Holzmenge von 35 fm pro Holzliste. Herr Schwarz betont in diesem Zusammenhang, dass Mitbewerber teilweise die dreifache Menge pro Holzliste anbieten und verkaufen können. Er appelliert deshalb an die Mitglieder, Holzeinschläge zu bündeln und keine Kleinstmengen bereitzustellen, da es immer schwieriger wird, dafür einen Käufer zu finden. Des Weiteren weist er darauf hin, dass die vereinbarten Qualitätsstandards eingehalten werden müssen und die Holzsortierung diesen Ansprüchen genügen muss. Grundsätzlich ist die Holzverkaufsstelle vertraglich verpflichtet, dem Großkunden Dold 700 fm pro Woche bereitzustellen. Die Schwankungen beim Holzeinschlag  führen jedoch dazu, dass saisonal teilweise zu viel oder zu wenig eingeschlagen wird. Dank der Warenkreditversicherung kann das bereitgestellte Holz sehr zeitnah abgefahren werden.

Ausblick im Hinblick auf die Gründung einer Waldgenossenschaft, Vortrag des Leiters der Unteren Forstbehörde des Landkreises Waldshut, Helge von Gilsa

Herr von Gilsa berichtet noch einmal über die Auftaktveranstaltung der Arbeitsgruppe Waldgenossenschaft unter der Leitung des Bürgermeisters und 1. Vorsitzenden der FBG Vorderer Hotzenwald, Adrian Schmidle. In diesem Zusammenhang berichtet er auch über die Erfordernisse für die Gründung einer Genossenschaft und die Vorteile einer solchen. Die Umsetzung der zu veranlassenden Änderungen wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Allerdings sei der Landkreis Waldshut, was diese Änderungen anbelangt, schon sehr gut vorbereitet.

Antrag des Vorstandes der FBG Vorderer Hotzenwald an die Mitglieder

Der Vorstand der FBG Vorderer Hotzenwald lässt die Mitglieder über folgenden Antrag abstimmen:

„Die Mitglieder der FBG Vorderer Hotzenwald werden gebeten, die Vorstandschaft zu ermächtigen, mit dem Landratsamt und der Arbeitsgruppe „Waldgenossenschaft“ Verhandlungen zur Gründung einer landkreisweiten Genossenschaft mit dem Ziel einer Mitgliedschaft zu führen.“            

Die Mitglieder erteilen der Vorstandschaft ein einstimmiges Votum,     diese    Verhandlungen  zu führen.

Diskussionsbeiträge, Wünsche, Anträge

Frage eines Waldbesitzers bezüglich des Revierdienstes, der Gliederung und Struktur des Holzverkaufes sowie einer Versicherung der Waldbesitzer zur Absicherung eines Schadens durch Holzdiebstahl nach erfolgter Holzaufnahme. 

Herr von Gilsa weist darauf hin, dass die zukünftige Struktur des Revierdienstes noch nicht feststeht und insofern auf diese Frage noch keine Antwort gegeben werden kann.

  • Herr Schwarz erläutert, dass der Holzverkauf nur administrativ in Stühlingen erfolgt, das Holz also keinesfalls physisch dorthin transportiert wird.

  • Herr Schwarz weist ferner darauf hin, dass es eine solche Versicherung nicht gibt.

  • Der Geschäftsführer erläutert in diesem Zusammenhang, dass die FBG Vorderer Hotzenwald dass Holz ihrer Mitglieder aufkaufe, bevor es an den Kunden weiterverkauft wird. Dadurch verringert sich die Gefahr der Mitglieder, nach einem Holzdiebstahl auf dem Schaden sitzen zu bleiben, da dieses Risiko nach Ankauf durch die FBG auf diese übergeht.

     Wortbeitrag eines Waldbesitzers mit dem Hinweis, dass der Druck, sich zu organisieren, immer mehr zunehme. Stichwort: Privatisierung öffentlicher Aufgaben

     Frage eines Waldbesitzers bezüglich der zu erwartenden Kosten der Waldgenossenschaft

    Herr von Gilsa erläutert, dass die genauen Kosten noch nicht beziffert werden können. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Gebühren für den Verkauf eines Festmeters Holz geringfügig steigen werden.

    Hänner, den 28.5.2017

    Denis Schimak   (Stellvertretender Vorsitzender)

 

  • November 2016

Mitgliederversammlung der FBG Vorderer Hotzenwald 

Protokoll der Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft

Vorderer Hotzenwald am 24. November 2016 im Schmiedledick-Saal in Hänner

Beginn:         20.00 Uhr

Ende:             ca. 22.15 Uhr

Teilnehmer:  76 Mitglieder

Vorsitzender Bürgermeister Adrian Schmidle,

Geschäftsführer Reiner Hegar,

FBG-Verwaltungsangestellte Ute Macht

Hubert Strittmatter als Vertreter von Bgmstr. Zäpernick

Leiter der UFB Lkr. Waldshut Helge v. Gilsa

Büroleiter Ingo Rothe

Leiter Holzverkaufsstelle Stühlingen Norbert Schwarz

FBZ-Leiter Bernhard Schirmer

Steuerberater Hannes Probst

RL Walz, Gebhardt, Hieke, Mäntele, Behringer

Unentschuldigt fehlen:   RL Fiedel, Trainee Nuding

Pressevertreterin:    Frau Kaiservom Südkurier und für die Badische Zeitung

Bewirtung:    Damengymnastikgruppe von Hänner, verantwortl. Frau Jehle

Vorsitzender Adrian Schmidle

Begrüßung der Mitglieder, der forstlichen Vertreter, der Presse und der Gymnastikgruppe für die Bewirtung und kurze Einführung in das Programm. Gedenken an den im Mai 2016 verstorbenen stellvertr. Vorsitzenden Josef Frommherz.

Anschließend kurzer Rückblick auf das Geschäftsjahr 2015 mit den Umbrüchen in der Forstverwaltung durch die Kartellbestimmungen und den damit verbundenen Auswirkungen für die FBG-VH, mit noch nicht absehbarem Ausgang.

Regelmäßige und gute Zusammenarbeit im Vorstand mit intensiver Beteiligung am Gestaltungsprozess einer zukünftigen Lösung mit dem LRA Waldshut.

Gründung einer neuen Holzverkaufsstelle im LRA, die sich nun ohne die Mengen des Staatswaldes am Holzmarkt behaupten muss..

Umzug der FBG innerhalb der Hauensteinstr.14, um die räumliche Trennung nach Kartellbeschluss einzuhalten.

Alle organisatorischen Veränderungen werden ohne Einschränkungen für die Kunden vollzogen.

Geschäftsführer Reiner Hegar (siehe Anlagen)

Grund der späten Einladung zur MV war die Hoffnung, mehr über die Entwicklung der Kartellentscheidungen mitteilen zu können, die sich aber weiter hinausschieben.

Übersicht zur Einschlags- und Mitgliederentwicklung.

Ergebnisübersicht aus dem Betriebssystem Giscon für das Geschäftsjahr 2015.

Aktueller Stand von Mitgliedern, Flächen und Einschlägen der angegliederten FBGen. Ab dem Jahr 2016 werden auch die Geschäfte für die FBG Weilheim übernommen.

Obwohl die PEFC-Prüfung der FBG-VH und Dachsberg erst 2016 erfolgte, wird über diese Prüfung ausführlich berichtet, um die Erkenntnisse zeitnah an die Mitglieder weiter zu geben.

Es erfolgt an alle Mitglieder der Aufruf, die Zertifizierungsvorgaben verlässlich  einzuhalten, weil der Verstoß nur eines Mitglieds für die ganze FBG den Ausschluss bedeuten kann.

Steuerberater Hannes Probst zur Bilanz 2015 (siehe Anlagen)

Umsatzentwicklung,

  • Holzeinkauf- verkauf
  • Kostenstruktur,
  • Gesamtkosten
  • Ergebnisentwicklung,
  • Eigenkapital.

Überschüsse werden den Rücklagen zugeführt. Das Eigenkapital wird eingesetzt,  um Forderungen zügig begleichen zu können.

Die Führung der Geschäfte ist korrekt und es wird die Entlastung des Vorstandes empfohlen.

Entlastung des Vorstandes

Herr Hubert Strittmatter beantragt die Entlastung von Vorstand und Geschäftsführer, die von den Mitgliedern einstimmig gewährt wird.

Neuwahlen

Gemäß Satzung ist ein Vertreter des Vorsitzenden erforderlich und dieser muss nach dem Tod von Josef Frommherz ersetzt werden.

Herr Denis Schimak aus Wehr freut sich, für dieses Amt anzutreten. Er stellt sich den Mitgliedern persönlich vor und wird dann einstimmig per Akklamation gewählt.

Haushaltsplan 2016

Ziel ist ein ausgeglichenes Ergebnis, weil das Eigenkapital nicht weiter erhöht werden und die Gebühren stabil bleiben sollen. Er wird von den Waldbesitzern einstimmig angenommen.

Holzverkaufsstelle Norbert Schwarz

Die Einrichtung der neuen Holzverkaufsstelle, nun der Kämmerei des LRA unterstellt, ist vorerst abgeschlossen und übernimmt reibungslos den bisherigen Holzverkauf des Kreisforstamtes. Neu ist die eigenständige Kundensuche und –pflege, die bisher mit und vom Staatsforstbetrieb geleistet wurde.

Aufruf zur weiteren Zusammenarbeit, denn nur gemeinsam sind wir stark, d.h., werden wir am überregionalen Holzmarkt wahrgenommen, nachdem der Staatswald eigene Wege gehen muss. Die regionalen Verhandlungen sind mühsamer geworden, zumal die Region am Hochrhein weite Wege zu den Hauptkunden hat.

Es folgen Hinweise auf die aktuelle Holznachfrage und die Preise, die vor Hiebsbeginn immer noch mit dem zuständigen Revierleiter abgesprochen werden sollten, damit auch die zügige Übernahme und ein befriedigender Verkauf klappt.

Um dies zu erleichtern wurde der Abschluss einer Warenkreditversicherung angeregt, die bei einer Größe von 8 – 10 Cent /Fm als hinnehmbar und von den Mitgliedern einstimmig beschlossen wird.

Helge von Gilsa zum Thema „Zukunft des Privatwaldes“

Mit einer eindrücklichen Flipcard-Präsentation werden Wege aufgezeigt, wie sich aus der jetzigen Situation, speziell im LK Waldshut,  wieder eine funktionierende Organisation mit gewohntem Standard aufstellen lässt. Der Appell dazu: „Nur gemeinsam sind wir stark“, d.h., möglichst alle privaten und kommunalen Waldbesitzer zusammen in einer neuen Organisation zu vereinen.

Ingo Rothe zum Thema  „Neue Welt für den Privatwaldbesitzer“

Es wird aufgezeigt, dass die Zeit des Sorglospakets, das durch die Förster bisher geleistet werden konnte, vorbei sein wird und sich die Waldbesitzer enger zusammenschließen und gemeinsam politisch kümmern müssen, um weiterhin neutrale und fachlich fundierte Hilfe zu erhalten und wirtschaftlichen Erfolg zu sichern.

Diskussion

Es gibt keine zusätzlichen Wortmeldungen. Der Abend war voll mit Informationen und die Anwesenden fühlen sich nach gut zwei Stunden ausreichend informiert.

Herr Schmidle bedankt sich abschließend bei den WaldbesitzerInnen für ihr zahlreiches Erscheinen sowie bei dem stellvertretenden Vorsitzenden, Denis Schimak, beim Geschäftsführer Reiner Hegar, Herrn von Gilsa, Bernhard Schirmer, den Revierleitern, dem Steuerberater, Herrn Probst und bei Frau Macht.

Bad Säckingen den 26.11.2016

(Adrian Schmidle, Vorsitzender)                                     (R. Hegar, Geschäftsführer)

 

 

  • Juli 2016

Forstbetriebsgemeinschaft Dachsberg besteht das Audit der PEFC-Zertifizierung

Eine Überprüfung durch den PEFC-Sachverständigen Alfred Raunecker ergab, dass die Mitgliedsbetriebe der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Dachsberg die für eine PEFC-Zertifizierung vorgeschriebenen Kriterien erfüllen.

Es war die Aufgabe von Reiner Hegar, Geschäftsführer der FBG, die zweitägige Zertifizierungsüberprüfung zu organisieren.  Aus der Summe der über 250 Mitgliedsbetriebe wurden ca. 15 Betriebe für die Überprüfung ausgelost. Verteilt waren die Betriebe im Forstrevier von Revierleiter Stefan Mayer.

PEFC ist ein Zertifizierungssystem für eine nachhaltige Waldwirtschaft, dem sich die FBG Dachsberg schon vor Jahren angeschlossen hat. Die geforderten Standards richten sich an ökologische, wirtschaftliche, soziale und sicherheitstechnische Aspekte der Waldbewirtschaftung.

Diese Anforderungen waren auch Thema bei der gemeinsamen Besprechung zum Auftakt der zwei Prüfungstage im Rathaus Dachsberg mit Beteiligung des Vorsitzenden Bürgermeister Helmut Kaiser, Geschäftsführer Reiner Hegar, Revierleiter Stefan Mayer und dem Auditor Alfred Raunecker.
Es wurden die Besonderheiten der regionalen Waldbesitzverhältnisse erörtert, die Inhalte der Prüfung und der organisatorische Ablauf. Anschließend wurden die einzelnen Betriebe im Wald aufgesucht und beurteilt.  Nicht ausgeklammert waren auch Beobachtungen am Wegesrand.

Der Austausch zwischen allen Beteiligten war fachlich fundiert  und wurde offen diskutiert.

Das Prüfprotokoll des Auditors wurde Geschäftsführer Reiner Hegar am zweiten Tag in einer Abschlussbesprechung  übergeben, bei der auch der Vorsitzende  Bürgermeister Kaiser und Revierleiter Mayer anwesend waren.
 Es gab keine wesentlichen Beanstandungen bei den geprüften Betrieben. Als verbesserungswürdig wurden einzelne Waldflächen benannt, bei denen überfällige Durchforstungen anstehen. Da werden nicht nur die Stabilität und der Wertzuwachs des Waldes verhindert, sondern auch konkret Geld vernichtet. Ein weiterer Hinweis bezog sich auf die Sicherheit  bei der Holzfällung, die über Stockbilder in einer Durchforstungsfläche  beurteilt wurde. Geprüft wurde auch, ob beauftragte Forstunternehmen zertifiziert sind.

Es bestand Einigkeit über die Verwendung von Sonderkraftstoff und biologisch abbaubaren Kettenölen für die Motorsägen. Sonderkraftstoff ist besser lagerbar, motorentechnisch wirkungsvoller, umweltfreundlicher und schont  die Gesundheit des Motorsägenführers gegen krebserregende Stoffe.
Wie bei allen Waldprüfungen fiel  auch hier in einzelnen Revieren ein unzureichender Rehabschuß auf, der einen erhöhten Wildverbiss bedingt. Dies ist schon deswegen nicht hinnehmbar, weil dabei insbesondere  die ökologisch wertvollen und klimastabilen Baumarten betroffen sind.  Doch hier wurde in den vergangenen Jahren auch viel durch unterschiedliche Maßnahmen erreicht.

Geschäftsführer Reiner Hegar ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden und dankt allen Beteiligten, besonders dem Forstamt mit seinen Revierleitern für den Erfolg einer Waldbewirtschaftung, die den strengen Standards des PEFC-Zertifikats gerecht wird, denn ohne Zertifizierung ist Holz nicht mehr zu verkaufen.

Reiner Hegar mit Auditor Alfred Raunecker

Forstbetriebsgemeinschaft Vorderer Hotzenwald besteht das Audit der PEFC-Zertifizierung

Eine Überprüfung durch den PEFC-Sachverständigen Alfred Raunecker ergab, dass die Mitgliedsbetriebe der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Vorderer Hotzenwald die für eine PEFC-Zertifizierung vorgeschriebenen Kriterien erfüllen.

Es war die Aufgabe von Reiner Hegar, Geschäftsführer der FBG, die zweitägige Zertifizierungsüberprüfung zu organisieren.  Aus der Summe der über 1.600 Mitgliedsbetriebe wurden ca. 20 Betriebe für die Überprüfung ausgelost. Verteilt waren die Betriebe in fünf Forstrevieren im Westen des Landkreises.

PEFC ist ein Zertifizierungssystem für eine nachhaltige Waldwirtschaft, dem sich die FBG seit 2001 angeschlossen hat. Die geforderten Standards richten sich an ökologische, wirtschaftliche, soziale und sicherheitstechnische Aspekte der Waldbewirtschaftung.

Diese Anforderungen waren auch Thema bei der gemeinsamen Besprechung zum Auftakt der zwei Prüfungstage in der Geschäftsstelle der FBG in Bad Säckingen. Hierzu eingeladen waren der  Forstbezirksleiter Berhard Schirmer und die betroffenen Revierleiter.
Es wurden die Besonderheiten der regionalen Waldbesitzverhältnisse erörtert, die Inhalte der Prüfung und der organisatorische Ablauf. Anschließend wurden die einzelnen Betriebe im Wald aufgesucht und beurteilt.  Nicht ausgeklammert waren auch Beobachtungen am Wegesrand.

Der Austausch zwischen allen Beteiligten war fachlich fundiert  und wurde offen diskutiert.

Das Prüfprotokoll des Auditors wurde Geschäftsführer Reiner Hegar am zweiten Tag in einer Abschlussbesprechung  übergeben. Es gab keine wesentllchen Beanstandungen bei den geprüften Betrieben. Als verbesserungswürdig wurden einzelne Waldflächen benannt, bei denen überfällige Durchforstungen anstehen. Da werden nicht nur die Stabilität und der Wertzuwachs des Waldes verhindert, sondern auch konkret Geld vernichtet. Ein weiterer Hinweis bezog sich auf die Sicherheit  bei der Holzfällung, die über Stockbilder in einer Durchforstungsfläche  beurteilt wurde. Ein kleiner technischer Defekt wurde bei einem Profi-Forstunternehmen festgesellt, der aber umgehend beseitigt wurde. Geprüft wurde auch, ob beauftragte Forstunternehmen zertifiziert sind.

Es bestand Einigkeit über die Verwendung von Sonderkraftstoff und biologisch abbaubaren Kettenölen für die Motorsägen. Sonderkraftstoff ist besser lagerbar, motorentechnisch wirkungsvoller, umweltfreundlicher und schont  die Gesundheit des Motorsägenführers gegen krebserregende Stoffe.
Wie bei allen Waldprüfungen fiel  auch hier in einzelnen Revieren ein unzureichender Rehabschuß auf, der einen erhöhten Wildverbiss bedingt. Dies ist schon deswegen nicht hinnehmbar, weil dabei insbesondere  die ökologisch wertvollen und klimastabilen Baumarten betroffen sind.  Doch hier wurde in den vergangenen Jahren auch viel durch unterschiedliche Maßnahmen erreicht.

Geschäftsführer Reiner Hegar ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden und dankt allen Beteiligten, besonders dem Forstamt mit seinen Revierleitern für den Erfolg einer Waldbewirtschaftung, die den strengen Standards des PEFC-Zertifikats gerecht wird, denn ohne Zertifizierung ist Holz nicht mehr zu verkaufen.

 

  • Dezember 2015

    Kartellamt fordert mehr Wettbewerb im Wald

    Forstbetriebsgemeinschaft Vorderer Hotzenwald reagiert auf Gerichtsverfahren / Vorstandsteam wiedergewählt.

    MURG-HÄNNER. Bei der Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Vorderer Hotzenwald, die am Donnerstag, dem 10.12.2015  im Schmiedledicksaal in Hänner stattfand, wurde das bewährte Team mit Adrian Schmidle als Vorsitzenden, Josef Frommherz als seinen Stellvertreter (er war wegen Krankheit nicht anwesend) und Reiner Hegar als Geschäftsführer einstimmig für drei Jahre wieder gewählt.
    Die große Verunsicherung unter den Mitgliedern wegen des Verfahrens des Bundeskartellamtes gegen die bisherige Vermarktung des Holzeinschlages sorgte für volle Reihen in der Versammlung. Wie der Leiter des Kreisforstamtes Helge von Gilsa in seinen Ausführungen betonte, müssen trotz der Klage, die Forstminister Alexander Bonde (Grüne) beim Bundeskartellamt Düsseldorf gegen den Kartellbeschluss eingereicht hat, dessen Urteil im Laufe des Jahres 2016 erwartet wird, so schnell als möglich privatwirtschaftliche Strukturen geschaffen werden. Während die meisten FBG’s ihre Geschäftsführer austauschen mussten, weil sie als Förster beim Staat angestellt waren, konnte Reiner Hegar bei der FBG Vorderer Hotzenwald als junger Pensionär das Amt weiterführen.


    Wie Reiner Hegar betonte, habe man die Mitgliederversammlung bewusst so spät terminiert, um die neuesten Entwicklungen des Kartellbeschlusses übermitteln zu können. Das Ziel der FBG ist es, Kontakt mit den Forstämtern zu behalten, da sich die Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern bewährt hat.

    Wie der Bericht von Steuerberater Johannes Probst für das Jahr 2014 aussagt, sind die Kosten von 1,50 Euro pro Festmeter sehr niedrig angesetzt, so dass der verminderte Holzeinschlag zu einem kleinen Verlust führte. Für 2015, das einen Holzeinschlag von 32 000 Festmetern vorsieht, ist ein Gewinn von 2900 Euro prognostiziert.

    Dass sich die FBG Vorderer Hotzenwald bewährt hat, zeigt sich daran, dass sich die Forstgemeinschaften von Menzenschwand, Dachsberg und Häusern ihr angeschlossen haben und dass die FBG Weilheim ebenfalls eine Kooperation mit ihr ins Auge gefasst hat. Der Umsatz der vier FBGen lag bei 2,7 Millionen Euro. Norbert Schwarz, der seit September mit Josef Frommherz von Stühlingen aus für die Vermarktung des Nadelholzes aus Privat- und Kommunalwäldern zuständig ist, bittet die Waldbesitzer, den Einschlag mit ihm abzustimmen und dafür zu sorgen, dass jeden Monat Holz an die Sägewerke geliefert werden kann.

    Dabei müssen die Qualitätsklassen nach der Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel eingehalten werden. Deshalb sind Schulungen der Waldbesitzer vorgesehen, damit sie die ab Januar geltenden Richtlinien beachten. Dies sei vor allem im Sinne der Sägewerksbesitzer, die an ihre Kunden nur noch qualitativ einwandfreies Holz abliefern dürfen.

     

    Dezember 2015

    Wald in Zahlen

    Die Umsätze der Forstbetriebsgemeinschaften Vorderer Hotzenwald, Menzenschwand Dachsberg und Häusern von zusammen rund 2,7 Millionen Euro im Jahre 2014 machen sie zu ernstzunehmenden Größen auf dem heimischen Holzmarkt.

    Die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Vorderer Hotzenwald wurde vor 25 Jahren gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss von rund 1600 Waldbesitzern mit 3000 Hektar Waldfläche in den Bereichen von Wehr bis Dogern und Herrischried. Seit 2011 haben sich die Forstbetriebsgemeinschaften von Häusern, Menzenschwand und Dachsberg der FBG Vorderer Hotzenwald angeschlossen. Zweck des Zusammenschlusses ist die Verbesserung der Bewirtschaftung der angeschlossenen Betriebe. Zu den Aufgaben der FBG gehört besonders der An- und Verkauf von Holz.

    Kontakt: Geschäftsstelle der Forstbetriebsgemeinschaft Vorderer Hotzenwald, Hauensteinstraße 14, 79713 Bad Säckingen 07761/5534479, http://www.fbg-vorderer-hotzenwald.de

     

     

    Dezember 2015

    FBG Weilheim

    Wechsel und Fusion


    Roland Arzner hat seinen Posten als Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Weilheim nach 16 Jahren zur Verfügung gestellt. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Beisitzer, Eduard Walde aus Bierbronnen, gewählt. Als Beisitzer rückt Alfred Marder aus Weilheim nach. Thomas Bernecker, der 19 Jahre Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft war, musste aus kartellrechtlichen Gründen aus dem Führungsteam der FBG ausscheiden. Aktuell besteht die Gemeinschaft aus 129 Mitgliedern. Bei der Hauptversammlung in Nöggenschwiel wurde nach drei Fachvorträgen zudem beschlossen, dass sich die FBG Weilheim an die FBG Vorderer Hotzenwald angliedert, um auf dem veränderten Holzmarkt besser agieren zu können.

     

    Mai 2015

    In Menzenschwand wurde weniger Holz eingeschlagen

    Die Forstbetriebsgemeinschaft Menzenschwand präsentiert ihren Mitgliedern die Bilanz für das Jahr 2014.

    ST. BLASIEN-MENZENSCHWAND. Zur Hauptversammlung kamen am Mittwoch die Waldbesitzer und Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Menzenschwand zusammen. Zwar ging der Holzeinschlag leicht zurück, die Preise blieben jedoch stabil und werden es auch voraussichtlich bleiben, so der Ausblick auf die nächsten Monate. Sorgen bereitet nach wie vor das Kartellverfahren mit dem Ziel, der Landesforstverwaltung den Holzverkauf für private Eigentümer zu untersagen, berichtete der Leiter des Kreisforstamtes, Helge von Gilsa.

    Zufrieden mit dem vergangenen Jahr zeigte sich Revierförster Norbert Dreher. Der Holzmarkt sei gut gewesen und das Holz habe rasch abgefahren werden können, Maschinenwege seien teilweise verbreitert und befestigt worden. In diesem Jahr stehen unter anderem die Gestaltung des Albsteigs und die Forsteinrichtung an, auf deren Ergebnisse er gespannt sei, so Dreher weiter.

    Rainer Hegar von der geschäftsführenden FGB Vorderer Hotzenwald berichtete von einem leicht zurückgegangenen Holzverkauf im Vorjahr. Waren es 2013 noch knapp 8200 Festmeter schlugen im Vorjahr nur noch 7900 Festmeter zu Buche, die eine Erlössumme von knapp 490 000 Euro erbrachten. Der Vorsitzende der FGB Menzenschwand, Joachim Gfrörer, lobte die FGB Vorderer Hotzenwald, man fühle sich gut aufgehoben.

 

  • Mai 2015

  • Kartellverfahren bereitet Sorgen

    FBG Dachsberg informiert sich bei der Jahreshauptversammlung über den aktuellen Stand / Holzpreise sind bisher trotz Sturm stabil.

     
    Mit dem Einschlag von insgesamt 13 749 Festmetern sei 2014 ein durchschnittliches Jahr gewesen, erklärte Mayer. Dabei lag der Holzpreis im achten Jahr in Folge bei mehr als 70 Euro im Schnitt über alle Segmente unvermindert hoch. Ebenso über acht Jahre hinweg sei der Schadholzanfall ausgesprochen gering gewesen. Das habe sich zwar kürzlich durch den Tornado geändert, Dachsberg allerdings sei weitgehend verschont geblieben, die Schäden nahezu bereits wieder aufgearbeitet. Desgleichen der im Laufe des Winters vereinzelt aufgetretene Schneebruch im Bereich von Wilfingen.

    Stowasser berichtete, die Nachwirkungen von Sturm Niklas, der zu erhöhtem Fichtenanfall geführt hatte, habe man durch einen Einschlagstopp im Staatswald abgefedert, um ein Absinken er Holzpreise zu verhindern. Der Wirbelsturm als lokales Ereignis mit Hauptschäden rund um Bonndorf habe zu weiteren 50 000 Festmetern Bruch- und Wurfholzanfall geführt. Derzeit gebe es indes noch kein neues Preisgefüge. Aufgrund der gestiegenen Aufarbeitungszeit müsse aber vermehrt auf den latent vorhandenen Borkenkäferbestand geachtet werden.

    Kartellverfahren bedroht eingespielte Abläufe

    Kreisforstamtsleiter Helge von Gilsa knüpfte an diese Ausführungen an, indem er betonte, der Sturm habe deutlich gemacht, wie wichtig eine gut funktionierende Zusammenarbeit aller Institutionen sei. In dieser Hinsicht sei das laufende Kartellamtsverfahren extrem kontraproduktiv, weil es eingespielte Abläufe zunichtemache. Durch die auf den dritten Beschlussentwurf des Kartellamts vom April diesen Jahres angekündigte Klage seitens des Landes befinde man sich derzeit sozusagen im luftleeren Raum. Die Aussetzung des vom Kartellamt angekündigten Sofortvollzugs wird beantragt werden, gelinge diese Maßnahme indes nicht, so sei die Revierförstertätigkeit insgesamt in Frage gestellt. Der Kreistag habe soeben beschlossen, zwei vollkommen getrennte Holzverkaufsstellen für den Staatswald einerseits und den Kommunal- und Privatwald andererseits einzurichten. Dadurch sollte es möglich werden, die bisherige Revierförstertätigkeit bis zur endgültigen Klärung aufrechtzuerhalten. Gerade die Notwendigkeit, das Sturmholz aufzuarbeiten, zeige deutlich, dass Holzvermarktung und pure Daseinsvorsorge im Grunde untrennbar ineinandergreifen müssen.

    Was in jedem Fall auf die Privatwaldbesitzer zukommen werde, so von Gilsa, sei die Forderung nach kostendeckender Beförsterung. Er halte den Zusammenschluss kleinerer Forstbetriebsgemeinschaften für unumgänglich, um am Markt bestehen zu können, sowohl in Bezug auf die Betreuung des Waldes als auch zur Aufrechterhaltung der regelmäßigen Taktung bei der Belieferung der Kunden. Die Organisation der großen Privatwaldtagung am 19. und 20. September in Görwihl sollte ein Schritt in diese Richtung sein.

    Bei der Waldwegeerhaltung, zu der 75 Prozent des Jagdpachterlöses, also rund 14 000 Euro jährlich, dienen, wurden im Jahr 2014 knapp 10 275 Euro aufgewendet. Davon wurden 2065 Euro für Mulcharbeiten im Bereich Wilfingen ausgegeben. Insgesamt elf Kilometer wurden nahezu auf ganzer Länge beidseitig gemulcht, was einen Preis pro Laufmeter von 19 Cent ergebe.

    Das Zuwachsen der Waldwege und die damit verbundene Erschwerung der Holzabfuhr stelle ein großes Problem dar, so erklärte Bürgermeister Helmut Kaiser. Die Frage sei daher, ob diese verhältnismäßig kostengünstige Problembehebung weitergeführt werden sollte, soweit erforderlich. Die Versammlung stimmte diesem Vorschlag zu.            DACHSBERG. Bei der Waldbesitzerversammlung und der damit verknüpften Hauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Dachsberg konnte Bürgermeister Helmut Kaiser außer Revierleiter Stefan Mayer auch den Leiter des Forstbezirks Nord St. Blasien, Johannes Stowasser, sowie den Leiter des Kreisforstamtes Waldshut, Helge von Gilsa, begrüßen. Mayer, gleichzeitig Geschäftsführer der FBG, stellte stellvertretend für Reiner Hegar von der FBG Vorderer Hotzenwald, der aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte, den Jahresbericht vor, Stowasser gab eine Einschätzung der Holzmarktsituation, und von Gilsa berichtete über den Stand des anhängigen Kartellverfahrens.

     

  •  

    April 2015

    Die Häuserner Privatwaldbesitzer erlösen rund 400 000 Euro

    Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft ernten 2014 4800 Festmeter Holz / Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr / Sorge um die zukünftige Vermarktung.

    HÄUSERN. Die Bäume im umliegenden Wald sind eine bedeutende Rohstoffquelle. Damit beschäftigte sich die 185 Mitglieder starke Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) und die Abteilung Waldwegebauverein Häusern um den Vorsitzenden und Bürgermeister Thomas Kaiser am Donnerstag in der Hauptversammlung im "Mantel".

    "Wir sind auf dem richtigen Weg", war sich der Vorsitzende mit Blick auf die vorgetragenen Zahlen der Vorredner sicher. Rund 400 000 Euro seien an die Waldbesitzer ausgeschüttet worden, erklärte Revierleiter Roland Behringer und gleich zu Beginn veranschaulichte er, dass das vergangene FBG-Geschäftsjahr durch einen anhaltend hohen, planmäßigen Einschlag geprägt gewesen sei. Etwa 20 000 Bäume seien angewiesen, gefällt, aufgearbeitet, aufgenommen und das Holz verkauft worden. Um es verkaufen zu können, seien 112 Holzlisten mit insgesamt 280 Verkaufslosen notwendig gewesen. Der Privatwald sei in einem guten Zustand, unterstrich er.

    In Häusern seien im Privatwald etwa 4800 Festmeter eingeschlagen worden, fuhr der Geschäftsführer FBG Vorderer Hotzenwald, Reiner Hegar, fort. Der Wald werde auf hohem Niveau gepflegt und eingeschlagen. Im Vergleich zum Vorjahr habe es einen leichten Zuwachs gegeben. Roland Kaiser vom Waldwegebauverein und Roland Behringer konnten trotz der Gewitterschäden im Juni die Wege so instand halten, dass die Ausgaben die Einnahmen nicht überschritten. Stattdessen sei noch ein Polster von 400 Euro übrig, so Kassierer Roland Kaiser.


    Es lohne sich Holz zu machen, betonte Forstdirektor Johannes Stowasser. "Die Vermarktung im Kreis zu lassen war damals die beste Entscheidung", verdeutlichte er. Die Zusammenarbeit zwischen Forstverwaltung und Privatwaldbesitzern verlaufe reibungslos, lobte er. Über den Holzmarkt sagte Stowasser: "Für das erste Halbjahr wurden Preise auf weiterhin stabilem Niveau ausgehandelt". Der Befall durch den Borkenkäfer sei auf einem historisch niedrigen Niveau, allerdings sei eine leicht steigenden Tendenz zu erkennen, erläuterte der Leiter des Forstbezirks Nord.

    Helge von Gilsa eröffnete: "Das Kartellamt gibt nach der Bekanntgabe des neuen Beschlussentwurfs dem Land Baden-Württemberg, aber auch den Sägewerksbesitzern, die das Ganze ausgelöst haben, nochmal bis zum 17. Mai Zeit dazu Stellung zu nehmen". Schon das so genannte Auszeichnen der Bäume vor Hiebsmaßnahmen durch die Förster sehe das Bundeskartellamt als Problem an, trug er vor. Außerdem wollten die Kartellwächter verbieten, dass das Holz aus dem Staatswald sowie aus den Kommunal- und Privatwäldern aus einer Hand vermarktet werde. Momentan sichern Förster die Forstlichen- und Naturschutzrechtlichen Standards in allen Wäldern. Aber auch die Betreuung und Bewirtschaftung der Kommunal- und Privatwälder durch Förster müsse entfallen, wenn sich das Kartellamt durchsetze. Diese Aufgaben müssten an einzelne Förster für jedes Ressort übergeben werden. Der Ansatz der Forstverwaltung folge dem Stichwort Einheitsforst, betonte von Gilsa. Insgesamt drohe eine Verschlechterung der Standards, sagte er.

     

     

    Waldgemeinschaft Wehr und Öflingen vom Dezember 2015

    Wie Wehrer den Wald gemeinsam bewirtschaften:

    1. Aus Parzellen wird eine Gemeinschaft: Eine in Baden-Württemberg bislang einzigartige Form der Zusammenarbeit von Waldbesitzern ist in Wehr in neun Jahren gewachsen.
    2. Das Modell der Wehrer Waldbewirtschaftung weckt Interesse sogar in Übersee.Foto: dpa

    Eigentümer kleiner Parzellen haben die Waldgemeinschaft Wehr und Öflingen gegründet. Die Gemeinschaft entscheidet über die Bewirtschaftung. Der Erlös wird auf alle Mitglieder umgelegt. Ein Modell, das sogar in Japan oder Australien interessiert.

    Am Anfang standen der Sturm Lothar im Dezember 1999 und die folgende Borkenkäferplage. "Die Hänge oberhalb von Öflingen sahen aus wie ein Schweizer Käse. Überall waren braune Löcher", schildert Professor Ulrich Schraml, Forstwissenschaftler an der Universität Freiburg, die Folgen. Öflingen ist ein Stadtteil von Wehr im Landkreis Waldshut. Der Wald auf Wehrer Gemarkung ist – wie am Hochrhein oder am Kaiserstuhl – in viele kleine Flurstücke unterteilt.

    Meist wurden die Waldflächen über Generationen vererbt und dabei immer weiter zerteilt, damit jeder Erbe ein Stück abbekam. Das erschwert heutzutage die Bewirtschaftung. Zumal viele Erben zwar an ihrem Wald hängen, eine ordentliche Pflege aber nicht leisten können – beispielsweise weil sie weit weg wohnen.

    "Das Problem spitzte sich um das Jahr 2000 herum zu", sagt Schraml. 2005 begann schließlich auf Anregung von Reiner Hegar vom Forstamt Waldshut eine ungewöhnliche Suche nach Lösungen, an der sich Forstamt, Stadtverwaltung, Naturpark Südschwarzwald, benachbarte Forstbetriebsgemeinschaften und Waldbesitzer beteiligten. Professor Schraml und sein Institutskollege Andy Selter begleiteten den Prozess, der eineinhalb Jahre dauern sollte.

    Am 14. Mai 2007 wurde die Waldgemeinschaft Wehr und Öflingen gegründet. Am Anfang trafen sich 18 Mitglieder, die zusammen nicht einmal auf 15 Hektar Wald kamen. Die Idee: Jedes Mitglied schließt mit der Gemeinschaft einen Vertrag ab und gibt damit die Bewirtschaftungsrechte an seinem Wald ab. Nur der Boden bleibt Eigentum. Wie der Wald bewirtschaftet wird, entscheidet die Waldgemeinschaft – die Satzung legt eine nachhaltige Bewirtschaftung nahe. Umgesetzt wird sie von einem beauftragten Förster. Der Holzverkauf erfolgt über eine Forstbetriebsgemeinschaft, in diesem Fall Vorderer Hotzenwald.

    Der Erlös wird über einen eigens entwickelten Schlüssel auf alle Mitglieder verteilt – als sogenannte Waldrente. So wird laut Schraml gewährleistet, dass jener mit viel Wald und großen Bäumen mehr Rendite bekommt als jener mit wenig Fläche und kleinen Bäumen. Die Zusammenarbeit in der Waldgemeinschaft ist somit intensiver als in herkömmlichen Forstbetriebsgemeinschaften, wo für jedes Mitglied exakt der Erlös aus seinem eigenen Waldstück errechnet wird. "Und wir konnten unseren Mitgliedern schon viel früher eine Waldrente ausbezahlen, als anfangs gedacht", sagt Loritz.

    Mittlerweile zählt die Waldgemeinschaft 63 Mitglieder mit zusammen 76,5 Hektar Wald. Das ist bei mehr als 2000 Waldbesitzern auf Wehrer Gemarkung freilich nur ein Bruchteil und angesichts der hohen Holzpreise fällt die Mitgliederwerbung derzeit schwer. Doch die Vertreter des Landesforsts halten das Modell für zukunftsfähig. Vor wenigen Tagen hat der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos die Waldgemeinschaft als Forstbetriebsgemeinschaft nach dem Bundeswaldgesetz anerkannt und ihr die Rechtmäßigkeit als wirtschaftlicher Verein verliehen. Bei der Übergabe der Urkunde lobte Joos die Waldgemeinschaft als Beispiel für eine besonders intensive Zusammenarbeit von Privatwaldbesitzern in strukturell benachteiligten Regionen. Tatsächlich dient sie als Modell für andere Regionen – nicht nur in Deutschland.

    Über die Uni Freiburg sind schon Besucher aus Japan, Nordamerika, Australien und anderen Nationen nach Wehr gekommen. "Dort gibt es überall die gleiche Problemstellung: Klein parzellierter Waldbesitz und immer mehr Eigentümer, die in der Stadt leben", sagt Forstwissenschaftler Schraml. "Sogar auf den Philippinen habe ich die Waldgemeinschaft vorgestellt." Mittlerweile mache sich sogar die Landesforstkammer dafür stark, das Modell in anderen Regionen prüfen zu lassen.

     

      

 

 

 

 

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Forstbetriebsgemeinschaft Vorderer Hotzenwald Hauensteinstr.14 79713 Bad Säckingen

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