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 Presse zur FBG-Mitgliederversammlung 2019.pdf

 
Achtung! Sehr aktuell!
Wir verweisen dringend auf die FVA-Waldschutz-Info`s zur jeweils aktuellen Borkenkäfer-Situation 

Nähere Informationen können Sie anklicken unter "Links und dann Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden Würtemberg"

 

Mai 2017 

Mitgliederversammlung der FBG Vorderer Hotzenwald

 

 

  • November 2016

Mitgliederversammlung der FBG Vorderer Hotzenwald 

 

 

  • Juli 2016

Forstbetriebsgemeinschaft Dachsberg besteht das Audit der PEFC-Zertifizierung

Eine Überprüfung durch den PEFC-Sachverständigen Alfred Raunecker ergab, dass die Mitgliedsbetriebe der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Dachsberg die für eine PEFC-Zertifizierung vorgeschriebenen Kriterien erfüllen.

Es war die Aufgabe von Reiner Hegar, Geschäftsführer der FBG, die zweitägige Zertifizierungsüberprüfung zu organisieren.  Aus der Summe der über 250 Mitgliedsbetriebe wurden ca. 15 Betriebe für die Überprüfung ausgelost. Verteilt waren die Betriebe im Forstrevier von Revierleiter Stefan Mayer.

PEFC ist ein Zertifizierungssystem für eine nachhaltige Waldwirtschaft, dem sich die FBG Dachsberg schon vor Jahren angeschlossen hat. Die geforderten Standards richten sich an ökologische, wirtschaftliche, soziale und sicherheitstechnische Aspekte der Waldbewirtschaftung.

Diese Anforderungen waren auch Thema bei der gemeinsamen Besprechung zum Auftakt der zwei Prüfungstage im Rathaus Dachsberg mit Beteiligung des Vorsitzenden Bürgermeister Helmut Kaiser, Geschäftsführer Reiner Hegar, Revierleiter Stefan Mayer und dem Auditor Alfred Raunecker.
Es wurden die Besonderheiten der regionalen Waldbesitzverhältnisse erörtert, die Inhalte der Prüfung und der organisatorische Ablauf. Anschließend wurden die einzelnen Betriebe im Wald aufgesucht und beurteilt.  Nicht ausgeklammert waren auch Beobachtungen am Wegesrand.

Der Austausch zwischen allen Beteiligten war fachlich fundiert  und wurde offen diskutiert.

Das Prüfprotokoll des Auditors wurde Geschäftsführer Reiner Hegar am zweiten Tag in einer Abschlussbesprechung  übergeben, bei der auch der Vorsitzende  Bürgermeister Kaiser und Revierleiter Mayer anwesend waren.
 Es gab keine wesentlichen Beanstandungen bei den geprüften Betrieben. Als verbesserungswürdig wurden einzelne Waldflächen benannt, bei denen überfällige Durchforstungen anstehen. Da werden nicht nur die Stabilität und der Wertzuwachs des Waldes verhindert, sondern auch konkret Geld vernichtet. Ein weiterer Hinweis bezog sich auf die Sicherheit  bei der Holzfällung, die über Stockbilder in einer Durchforstungsfläche  beurteilt wurde. Geprüft wurde auch, ob beauftragte Forstunternehmen zertifiziert sind.

Es bestand Einigkeit über die Verwendung von Sonderkraftstoff und biologisch abbaubaren Kettenölen für die Motorsägen. Sonderkraftstoff ist besser lagerbar, motorentechnisch wirkungsvoller, umweltfreundlicher und schont  die Gesundheit des Motorsägenführers gegen krebserregende Stoffe.
Wie bei allen Waldprüfungen fiel  auch hier in einzelnen Revieren ein unzureichender Rehabschuß auf, der einen erhöhten Wildverbiss bedingt. Dies ist schon deswegen nicht hinnehmbar, weil dabei insbesondere  die ökologisch wertvollen und klimastabilen Baumarten betroffen sind.  Doch hier wurde in den vergangenen Jahren auch viel durch unterschiedliche Maßnahmen erreicht.

Geschäftsführer Reiner Hegar ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden und dankt allen Beteiligten, besonders dem Forstamt mit seinen Revierleitern für den Erfolg einer Waldbewirtschaftung, die den strengen Standards des PEFC-Zertifikats gerecht wird, denn ohne Zertifizierung ist Holz nicht mehr zu verkaufen.

Reiner Hegar mit Auditor Alfred Raunecker

Forstbetriebsgemeinschaft Vorderer Hotzenwald besteht das Audit der PEFC-Zertifizierung

Eine Überprüfung durch den PEFC-Sachverständigen Alfred Raunecker ergab, dass die Mitgliedsbetriebe der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Vorderer Hotzenwald die für eine PEFC-Zertifizierung vorgeschriebenen Kriterien erfüllen.

Es war die Aufgabe von Reiner Hegar, Geschäftsführer der FBG, die zweitägige Zertifizierungsüberprüfung zu organisieren.  Aus der Summe der über 1.600 Mitgliedsbetriebe wurden ca. 20 Betriebe für die Überprüfung ausgelost. Verteilt waren die Betriebe in fünf Forstrevieren im Westen des Landkreises.

PEFC ist ein Zertifizierungssystem für eine nachhaltige Waldwirtschaft, dem sich die FBG seit 2001 angeschlossen hat. Die geforderten Standards richten sich an ökologische, wirtschaftliche, soziale und sicherheitstechnische Aspekte der Waldbewirtschaftung.

Diese Anforderungen waren auch Thema bei der gemeinsamen Besprechung zum Auftakt der zwei Prüfungstage in der Geschäftsstelle der FBG in Bad Säckingen. Hierzu eingeladen waren der  Forstbezirksleiter Berhard Schirmer und die betroffenen Revierleiter.
Es wurden die Besonderheiten der regionalen Waldbesitzverhältnisse erörtert, die Inhalte der Prüfung und der organisatorische Ablauf. Anschließend wurden die einzelnen Betriebe im Wald aufgesucht und beurteilt.  Nicht ausgeklammert waren auch Beobachtungen am Wegesrand.

Der Austausch zwischen allen Beteiligten war fachlich fundiert  und wurde offen diskutiert.

Das Prüfprotokoll des Auditors wurde Geschäftsführer Reiner Hegar am zweiten Tag in einer Abschlussbesprechung  übergeben. Es gab keine wesentllchen Beanstandungen bei den geprüften Betrieben. Als verbesserungswürdig wurden einzelne Waldflächen benannt, bei denen überfällige Durchforstungen anstehen. Da werden nicht nur die Stabilität und der Wertzuwachs des Waldes verhindert, sondern auch konkret Geld vernichtet. Ein weiterer Hinweis bezog sich auf die Sicherheit  bei der Holzfällung, die über Stockbilder in einer Durchforstungsfläche  beurteilt wurde. Ein kleiner technischer Defekt wurde bei einem Profi-Forstunternehmen festgesellt, der aber umgehend beseitigt wurde. Geprüft wurde auch, ob beauftragte Forstunternehmen zertifiziert sind.

Es bestand Einigkeit über die Verwendung von Sonderkraftstoff und biologisch abbaubaren Kettenölen für die Motorsägen. Sonderkraftstoff ist besser lagerbar, motorentechnisch wirkungsvoller, umweltfreundlicher und schont  die Gesundheit des Motorsägenführers gegen krebserregende Stoffe.
Wie bei allen Waldprüfungen fiel  auch hier in einzelnen Revieren ein unzureichender Rehabschuß auf, der einen erhöhten Wildverbiss bedingt. Dies ist schon deswegen nicht hinnehmbar, weil dabei insbesondere  die ökologisch wertvollen und klimastabilen Baumarten betroffen sind.  Doch hier wurde in den vergangenen Jahren auch viel durch unterschiedliche Maßnahmen erreicht.

Geschäftsführer Reiner Hegar ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden und dankt allen Beteiligten, besonders dem Forstamt mit seinen Revierleitern für den Erfolg einer Waldbewirtschaftung, die den strengen Standards des PEFC-Zertifikats gerecht wird, denn ohne Zertifizierung ist Holz nicht mehr zu verkaufen.

 

  • Dezember 2015

    Kartellamt fordert mehr Wettbewerb im Wald

    Forstbetriebsgemeinschaft Vorderer Hotzenwald reagiert auf Gerichtsverfahren / Vorstandsteam wiedergewählt.

    MURG-HÄNNER. Bei der Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Vorderer Hotzenwald, die am Donnerstag, dem 10.12.2015  im Schmiedledicksaal in Hänner stattfand, wurde das bewährte Team mit Adrian Schmidle als Vorsitzenden, Josef Frommherz als seinen Stellvertreter (er war wegen Krankheit nicht anwesend) und Reiner Hegar als Geschäftsführer einstimmig für drei Jahre wieder gewählt.
    Die große Verunsicherung unter den Mitgliedern wegen des Verfahrens des Bundeskartellamtes gegen die bisherige Vermarktung des Holzeinschlages sorgte für volle Reihen in der Versammlung. Wie der Leiter des Kreisforstamtes Helge von Gilsa in seinen Ausführungen betonte, müssen trotz der Klage, die Forstminister Alexander Bonde (Grüne) beim Bundeskartellamt Düsseldorf gegen den Kartellbeschluss eingereicht hat, dessen Urteil im Laufe des Jahres 2016 erwartet wird, so schnell als möglich privatwirtschaftliche Strukturen geschaffen werden. Während die meisten FBG’s ihre Geschäftsführer austauschen mussten, weil sie als Förster beim Staat angestellt waren, konnte Reiner Hegar bei der FBG Vorderer Hotzenwald als junger Pensionär das Amt weiterführen.


    Wie Reiner Hegar betonte, habe man die Mitgliederversammlung bewusst so spät terminiert, um die neuesten Entwicklungen des Kartellbeschlusses übermitteln zu können. Das Ziel der FBG ist es, Kontakt mit den Forstämtern zu behalten, da sich die Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern bewährt hat.

    Wie der Bericht von Steuerberater Johannes Probst für das Jahr 2014 aussagt, sind die Kosten von 1,50 Euro pro Festmeter sehr niedrig angesetzt, so dass der verminderte Holzeinschlag zu einem kleinen Verlust führte. Für 2015, das einen Holzeinschlag von 32 000 Festmetern vorsieht, ist ein Gewinn von 2900 Euro prognostiziert.

    Dass sich die FBG Vorderer Hotzenwald bewährt hat, zeigt sich daran, dass sich die Forstgemeinschaften von Menzenschwand, Dachsberg und Häusern ihr angeschlossen haben und dass die FBG Weilheim ebenfalls eine Kooperation mit ihr ins Auge gefasst hat. Der Umsatz der vier FBGen lag bei 2,7 Millionen Euro. Norbert Schwarz, der seit September mit Josef Frommherz von Stühlingen aus für die Vermarktung des Nadelholzes aus Privat- und Kommunalwäldern zuständig ist, bittet die Waldbesitzer, den Einschlag mit ihm abzustimmen und dafür zu sorgen, dass jeden Monat Holz an die Sägewerke geliefert werden kann.

    Dabei müssen die Qualitätsklassen nach der Rahmenvereinbarung für den Rohholzhandel eingehalten werden. Deshalb sind Schulungen der Waldbesitzer vorgesehen, damit sie die ab Januar geltenden Richtlinien beachten. Dies sei vor allem im Sinne der Sägewerksbesitzer, die an ihre Kunden nur noch qualitativ einwandfreies Holz abliefern dürfen.

     

    Dezember 2015

    Wald in Zahlen

    Die Umsätze der Forstbetriebsgemeinschaften Vorderer Hotzenwald, Menzenschwand Dachsberg und Häusern von zusammen rund 2,7 Millionen Euro im Jahre 2014 machen sie zu ernstzunehmenden Größen auf dem heimischen Holzmarkt.

    Die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Vorderer Hotzenwald wurde vor 25 Jahren gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss von rund 1600 Waldbesitzern mit 3000 Hektar Waldfläche in den Bereichen von Wehr bis Dogern und Herrischried. Seit 2011 haben sich die Forstbetriebsgemeinschaften von Häusern, Menzenschwand und Dachsberg der FBG Vorderer Hotzenwald angeschlossen. Zweck des Zusammenschlusses ist die Verbesserung der Bewirtschaftung der angeschlossenen Betriebe. Zu den Aufgaben der FBG gehört besonders der An- und Verkauf von Holz.

    Kontakt: Geschäftsstelle der Forstbetriebsgemeinschaft Vorderer Hotzenwald, Hauensteinstraße 14, 79713 Bad Säckingen 07761/5534479, http://www.fbg-vorderer-hotzenwald.de

     

     

    Dezember 2015

    FBG Weilheim

    Wechsel und Fusion


    Roland Arzner hat seinen Posten als Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Weilheim nach 16 Jahren zur Verfügung gestellt. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Beisitzer, Eduard Walde aus Bierbronnen, gewählt. Als Beisitzer rückt Alfred Marder aus Weilheim nach. Thomas Bernecker, der 19 Jahre Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft war, musste aus kartellrechtlichen Gründen aus dem Führungsteam der FBG ausscheiden. Aktuell besteht die Gemeinschaft aus 129 Mitgliedern. Bei der Hauptversammlung in Nöggenschwiel wurde nach drei Fachvorträgen zudem beschlossen, dass sich die FBG Weilheim an die FBG Vorderer Hotzenwald angliedert, um auf dem veränderten Holzmarkt besser agieren zu können.

     

    Mai 2015

    In Menzenschwand wurde weniger Holz eingeschlagen

    Die Forstbetriebsgemeinschaft Menzenschwand präsentiert ihren Mitgliedern die Bilanz für das Jahr 2014.

    ST. BLASIEN-MENZENSCHWAND. Zur Hauptversammlung kamen am Mittwoch die Waldbesitzer und Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Menzenschwand zusammen. Zwar ging der Holzeinschlag leicht zurück, die Preise blieben jedoch stabil und werden es auch voraussichtlich bleiben, so der Ausblick auf die nächsten Monate. Sorgen bereitet nach wie vor das Kartellverfahren mit dem Ziel, der Landesforstverwaltung den Holzverkauf für private Eigentümer zu untersagen, berichtete der Leiter des Kreisforstamtes, Helge von Gilsa.

    Zufrieden mit dem vergangenen Jahr zeigte sich Revierförster Norbert Dreher. Der Holzmarkt sei gut gewesen und das Holz habe rasch abgefahren werden können, Maschinenwege seien teilweise verbreitert und befestigt worden. In diesem Jahr stehen unter anderem die Gestaltung des Albsteigs und die Forsteinrichtung an, auf deren Ergebnisse er gespannt sei, so Dreher weiter.

    Rainer Hegar von der geschäftsführenden FGB Vorderer Hotzenwald berichtete von einem leicht zurückgegangenen Holzverkauf im Vorjahr. Waren es 2013 noch knapp 8200 Festmeter schlugen im Vorjahr nur noch 7900 Festmeter zu Buche, die eine Erlössumme von knapp 490 000 Euro erbrachten. Der Vorsitzende der FGB Menzenschwand, Joachim Gfrörer, lobte die FGB Vorderer Hotzenwald, man fühle sich gut aufgehoben.

 

  • Mai 2015

  • Kartellverfahren bereitet Sorgen

    FBG Dachsberg informiert sich bei der Jahreshauptversammlung über den aktuellen Stand / Holzpreise sind bisher trotz Sturm stabil.

     
    Mit dem Einschlag von insgesamt 13 749 Festmetern sei 2014 ein durchschnittliches Jahr gewesen, erklärte Mayer. Dabei lag der Holzpreis im achten Jahr in Folge bei mehr als 70 Euro im Schnitt über alle Segmente unvermindert hoch. Ebenso über acht Jahre hinweg sei der Schadholzanfall ausgesprochen gering gewesen. Das habe sich zwar kürzlich durch den Tornado geändert, Dachsberg allerdings sei weitgehend verschont geblieben, die Schäden nahezu bereits wieder aufgearbeitet. Desgleichen der im Laufe des Winters vereinzelt aufgetretene Schneebruch im Bereich von Wilfingen.

    Stowasser berichtete, die Nachwirkungen von Sturm Niklas, der zu erhöhtem Fichtenanfall geführt hatte, habe man durch einen Einschlagstopp im Staatswald abgefedert, um ein Absinken er Holzpreise zu verhindern. Der Wirbelsturm als lokales Ereignis mit Hauptschäden rund um Bonndorf habe zu weiteren 50 000 Festmetern Bruch- und Wurfholzanfall geführt. Derzeit gebe es indes noch kein neues Preisgefüge. Aufgrund der gestiegenen Aufarbeitungszeit müsse aber vermehrt auf den latent vorhandenen Borkenkäferbestand geachtet werden.

    Kartellverfahren bedroht eingespielte Abläufe

    Kreisforstamtsleiter Helge von Gilsa knüpfte an diese Ausführungen an, indem er betonte, der Sturm habe deutlich gemacht, wie wichtig eine gut funktionierende Zusammenarbeit aller Institutionen sei. In dieser Hinsicht sei das laufende Kartellamtsverfahren extrem kontraproduktiv, weil es eingespielte Abläufe zunichtemache. Durch die auf den dritten Beschlussentwurf des Kartellamts vom April diesen Jahres angekündigte Klage seitens des Landes befinde man sich derzeit sozusagen im luftleeren Raum. Die Aussetzung des vom Kartellamt angekündigten Sofortvollzugs wird beantragt werden, gelinge diese Maßnahme indes nicht, so sei die Revierförstertätigkeit insgesamt in Frage gestellt. Der Kreistag habe soeben beschlossen, zwei vollkommen getrennte Holzverkaufsstellen für den Staatswald einerseits und den Kommunal- und Privatwald andererseits einzurichten. Dadurch sollte es möglich werden, die bisherige Revierförstertätigkeit bis zur endgültigen Klärung aufrechtzuerhalten. Gerade die Notwendigkeit, das Sturmholz aufzuarbeiten, zeige deutlich, dass Holzvermarktung und pure Daseinsvorsorge im Grunde untrennbar ineinandergreifen müssen.

    Was in jedem Fall auf die Privatwaldbesitzer zukommen werde, so von Gilsa, sei die Forderung nach kostendeckender Beförsterung. Er halte den Zusammenschluss kleinerer Forstbetriebsgemeinschaften für unumgänglich, um am Markt bestehen zu können, sowohl in Bezug auf die Betreuung des Waldes als auch zur Aufrechterhaltung der regelmäßigen Taktung bei der Belieferung der Kunden. Die Organisation der großen Privatwaldtagung am 19. und 20. September in Görwihl sollte ein Schritt in diese Richtung sein.

    Bei der Waldwegeerhaltung, zu der 75 Prozent des Jagdpachterlöses, also rund 14 000 Euro jährlich, dienen, wurden im Jahr 2014 knapp 10 275 Euro aufgewendet. Davon wurden 2065 Euro für Mulcharbeiten im Bereich Wilfingen ausgegeben. Insgesamt elf Kilometer wurden nahezu auf ganzer Länge beidseitig gemulcht, was einen Preis pro Laufmeter von 19 Cent ergebe.

    Das Zuwachsen der Waldwege und die damit verbundene Erschwerung der Holzabfuhr stelle ein großes Problem dar, so erklärte Bürgermeister Helmut Kaiser. Die Frage sei daher, ob diese verhältnismäßig kostengünstige Problembehebung weitergeführt werden sollte, soweit erforderlich. Die Versammlung stimmte diesem Vorschlag zu.            DACHSBERG. Bei der Waldbesitzerversammlung und der damit verknüpften Hauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Dachsberg konnte Bürgermeister Helmut Kaiser außer Revierleiter Stefan Mayer auch den Leiter des Forstbezirks Nord St. Blasien, Johannes Stowasser, sowie den Leiter des Kreisforstamtes Waldshut, Helge von Gilsa, begrüßen. Mayer, gleichzeitig Geschäftsführer der FBG, stellte stellvertretend für Reiner Hegar von der FBG Vorderer Hotzenwald, der aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte, den Jahresbericht vor, Stowasser gab eine Einschätzung der Holzmarktsituation, und von Gilsa berichtete über den Stand des anhängigen Kartellverfahrens.

     

  •  

    April 2015

    Die Häuserner Privatwaldbesitzer erlösen rund 400 000 Euro

    Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft ernten 2014 4800 Festmeter Holz / Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr / Sorge um die zukünftige Vermarktung.

    HÄUSERN. Die Bäume im umliegenden Wald sind eine bedeutende Rohstoffquelle. Damit beschäftigte sich die 185 Mitglieder starke Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) und die Abteilung Waldwegebauverein Häusern um den Vorsitzenden und Bürgermeister Thomas Kaiser am Donnerstag in der Hauptversammlung im "Mantel".

    "Wir sind auf dem richtigen Weg", war sich der Vorsitzende mit Blick auf die vorgetragenen Zahlen der Vorredner sicher. Rund 400 000 Euro seien an die Waldbesitzer ausgeschüttet worden, erklärte Revierleiter Roland Behringer und gleich zu Beginn veranschaulichte er, dass das vergangene FBG-Geschäftsjahr durch einen anhaltend hohen, planmäßigen Einschlag geprägt gewesen sei. Etwa 20 000 Bäume seien angewiesen, gefällt, aufgearbeitet, aufgenommen und das Holz verkauft worden. Um es verkaufen zu können, seien 112 Holzlisten mit insgesamt 280 Verkaufslosen notwendig gewesen. Der Privatwald sei in einem guten Zustand, unterstrich er.

    In Häusern seien im Privatwald etwa 4800 Festmeter eingeschlagen worden, fuhr der Geschäftsführer FBG Vorderer Hotzenwald, Reiner Hegar, fort. Der Wald werde auf hohem Niveau gepflegt und eingeschlagen. Im Vergleich zum Vorjahr habe es einen leichten Zuwachs gegeben. Roland Kaiser vom Waldwegebauverein und Roland Behringer konnten trotz der Gewitterschäden im Juni die Wege so instand halten, dass die Ausgaben die Einnahmen nicht überschritten. Stattdessen sei noch ein Polster von 400 Euro übrig, so Kassierer Roland Kaiser.


    Es lohne sich Holz zu machen, betonte Forstdirektor Johannes Stowasser. "Die Vermarktung im Kreis zu lassen war damals die beste Entscheidung", verdeutlichte er. Die Zusammenarbeit zwischen Forstverwaltung und Privatwaldbesitzern verlaufe reibungslos, lobte er. Über den Holzmarkt sagte Stowasser: "Für das erste Halbjahr wurden Preise auf weiterhin stabilem Niveau ausgehandelt". Der Befall durch den Borkenkäfer sei auf einem historisch niedrigen Niveau, allerdings sei eine leicht steigenden Tendenz zu erkennen, erläuterte der Leiter des Forstbezirks Nord.

    Helge von Gilsa eröffnete: "Das Kartellamt gibt nach der Bekanntgabe des neuen Beschlussentwurfs dem Land Baden-Württemberg, aber auch den Sägewerksbesitzern, die das Ganze ausgelöst haben, nochmal bis zum 17. Mai Zeit dazu Stellung zu nehmen". Schon das so genannte Auszeichnen der Bäume vor Hiebsmaßnahmen durch die Förster sehe das Bundeskartellamt als Problem an, trug er vor. Außerdem wollten die Kartellwächter verbieten, dass das Holz aus dem Staatswald sowie aus den Kommunal- und Privatwäldern aus einer Hand vermarktet werde. Momentan sichern Förster die Forstlichen- und Naturschutzrechtlichen Standards in allen Wäldern. Aber auch die Betreuung und Bewirtschaftung der Kommunal- und Privatwälder durch Förster müsse entfallen, wenn sich das Kartellamt durchsetze. Diese Aufgaben müssten an einzelne Förster für jedes Ressort übergeben werden. Der Ansatz der Forstverwaltung folge dem Stichwort Einheitsforst, betonte von Gilsa. Insgesamt drohe eine Verschlechterung der Standards, sagte er.

     

     

    Waldgemeinschaft Wehr und Öflingen vom Dezember 2015

    Wie Wehrer den Wald gemeinsam bewirtschaften:

    1. Aus Parzellen wird eine Gemeinschaft: Eine in Baden-Württemberg bislang einzigartige Form der Zusammenarbeit von Waldbesitzern ist in Wehr in neun Jahren gewachsen.
    2. Das Modell der Wehrer Waldbewirtschaftung weckt Interesse sogar in Übersee.Foto: dpa

    Eigentümer kleiner Parzellen haben die Waldgemeinschaft Wehr und Öflingen gegründet. Die Gemeinschaft entscheidet über die Bewirtschaftung. Der Erlös wird auf alle Mitglieder umgelegt. Ein Modell, das sogar in Japan oder Australien interessiert.

    Am Anfang standen der Sturm Lothar im Dezember 1999 und die folgende Borkenkäferplage. "Die Hänge oberhalb von Öflingen sahen aus wie ein Schweizer Käse. Überall waren braune Löcher", schildert Professor Ulrich Schraml, Forstwissenschaftler an der Universität Freiburg, die Folgen. Öflingen ist ein Stadtteil von Wehr im Landkreis Waldshut. Der Wald auf Wehrer Gemarkung ist – wie am Hochrhein oder am Kaiserstuhl – in viele kleine Flurstücke unterteilt.

    Meist wurden die Waldflächen über Generationen vererbt und dabei immer weiter zerteilt, damit jeder Erbe ein Stück abbekam. Das erschwert heutzutage die Bewirtschaftung. Zumal viele Erben zwar an ihrem Wald hängen, eine ordentliche Pflege aber nicht leisten können – beispielsweise weil sie weit weg wohnen.

    "Das Problem spitzte sich um das Jahr 2000 herum zu", sagt Schraml. 2005 begann schließlich auf Anregung von Reiner Hegar vom Forstamt Waldshut eine ungewöhnliche Suche nach Lösungen, an der sich Forstamt, Stadtverwaltung, Naturpark Südschwarzwald, benachbarte Forstbetriebsgemeinschaften und Waldbesitzer beteiligten. Professor Schraml und sein Institutskollege Andy Selter begleiteten den Prozess, der eineinhalb Jahre dauern sollte.

    Am 14. Mai 2007 wurde die Waldgemeinschaft Wehr und Öflingen gegründet. Am Anfang trafen sich 18 Mitglieder, die zusammen nicht einmal auf 15 Hektar Wald kamen. Die Idee: Jedes Mitglied schließt mit der Gemeinschaft einen Vertrag ab und gibt damit die Bewirtschaftungsrechte an seinem Wald ab. Nur der Boden bleibt Eigentum. Wie der Wald bewirtschaftet wird, entscheidet die Waldgemeinschaft – die Satzung legt eine nachhaltige Bewirtschaftung nahe. Umgesetzt wird sie von einem beauftragten Förster. Der Holzverkauf erfolgt über eine Forstbetriebsgemeinschaft, in diesem Fall Vorderer Hotzenwald.

    Der Erlös wird über einen eigens entwickelten Schlüssel auf alle Mitglieder verteilt – als sogenannte Waldrente. So wird laut Schraml gewährleistet, dass jener mit viel Wald und großen Bäumen mehr Rendite bekommt als jener mit wenig Fläche und kleinen Bäumen. Die Zusammenarbeit in der Waldgemeinschaft ist somit intensiver als in herkömmlichen Forstbetriebsgemeinschaften, wo für jedes Mitglied exakt der Erlös aus seinem eigenen Waldstück errechnet wird. "Und wir konnten unseren Mitgliedern schon viel früher eine Waldrente ausbezahlen, als anfangs gedacht", sagt Loritz.

    Mittlerweile zählt die Waldgemeinschaft 63 Mitglieder mit zusammen 76,5 Hektar Wald. Das ist bei mehr als 2000 Waldbesitzern auf Wehrer Gemarkung freilich nur ein Bruchteil und angesichts der hohen Holzpreise fällt die Mitgliederwerbung derzeit schwer. Doch die Vertreter des Landesforsts halten das Modell für zukunftsfähig. Vor wenigen Tagen hat der Freiburger Forstpräsident Meinrad Joos die Waldgemeinschaft als Forstbetriebsgemeinschaft nach dem Bundeswaldgesetz anerkannt und ihr die Rechtmäßigkeit als wirtschaftlicher Verein verliehen. Bei der Übergabe der Urkunde lobte Joos die Waldgemeinschaft als Beispiel für eine besonders intensive Zusammenarbeit von Privatwaldbesitzern in strukturell benachteiligten Regionen. Tatsächlich dient sie als Modell für andere Regionen – nicht nur in Deutschland.

    Über die Uni Freiburg sind schon Besucher aus Japan, Nordamerika, Australien und anderen Nationen nach Wehr gekommen. "Dort gibt es überall die gleiche Problemstellung: Klein parzellierter Waldbesitz und immer mehr Eigentümer, die in der Stadt leben", sagt Forstwissenschaftler Schraml. "Sogar auf den Philippinen habe ich die Waldgemeinschaft vorgestellt." Mittlerweile mache sich sogar die Landesforstkammer dafür stark, das Modell in anderen Regionen prüfen zu lassen.

     

      

 

 

 

 

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Forstbetriebsgemeinschaft Vorderer Hotzenwald Hauensteinstr.14 79713 Bad Säckingen

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